
Konnt eines Nachts ein Lichtlein sehen
es schien zu rufen, „komm doch her“
Mein Kinderherz sich so sehr freute
doch dachte bald daran nicht mehr
Das Lichtlein schien nie fort zu gehen
Drei Jahre später dann mein Schreck
Am Himmel konnt ich’s nicht mehr sehen
Mein Lichtlein, es war einfach weg
Die leeren Nächte kamen plötzlich
und auch den Tagen fehlte Licht
Trübsinn mein junges Sein beseelte
Solch Traurigkeit gefiel mir nicht
Doch eines Nachts, nach tausend Wochen
da war mein Lichtlein wieder da
bin aus dem Fenster fast gesprungen
mit Hoffnung, ach so wunderbar
Rannte gleich los wie ein Verrückter
Mein Lichtlein, ich komm jetzt zu dir!
Hab deinen Wunsch doch nie vergessen
Kein Hindernis nimmt’s auf mit mir
Nach vielen Stunden oder Wochen
Jahrzehnte fallen mir bald ein
Scheint dieses Lichtlein ziemlich unfair
und sogar ferner noch zu sein
Selbst nachts könnt ich es nicht mehr sehen
wenn ich nicht wüßte, wo es ist
Enttäuscht sich Wut und Zweifel streiten
Nur Ansporn bleibt schon lang vermisst
Für müden Kopf die Muskeln schmerzen
und Leere freundlich zu mir lacht
Hat wiedermal den Kampf gewonnen
Schenkt ihre dunkle, tiefe Nacht
Solch Ruhe zeigt sich endlich wertvoll
versteht auch all die Traurigkeit
Nur sie lebt tapfer vor der Freude
Erwache bald ganz neu bereit
Mein Weg wird nun den Rhythmus finden
welcher schon ewig in mir lebt
Läßt vielleicht jenes nicht mehr schwinden
was fast zu lang schon von mir strebt.
Bald einstmals müde, steife Knochen
geduldig neuen Dienst erweisen
Gedanken, nun so oft und glücklich
mit Stolz um wahrhaft Liebstes kreisen
Fast zweifelnd fragt es nur ganz leise
„willst du jetzt immer noch zu mir?“
Flüstere liebend: du stellst Fragen?
Mein Lichtlein, bin doch längst bei dir
German 03/08
Ich kannte die Geschichte nicht
doch inspirierte mich ihr Licht
© Norbert German Howainski 2005-2008 | Sponsored and Powered by AAC | aktualisiert am
14.12.2008
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