Geister

Und wenn Du meinst, Sie gibt es nicht.
Belügst Dich selbst, gottloser Wicht.

Sie waren da, zu aller Zeit
und wissen längst, bist nicht bereit.

Gelebt haben sie alle schon.
Die Zeit danach schenkt ihren Lohn.

Im Tod weiss jeder gut Bescheid,
verharrt in kalter Einsamkeit.

Sind nicht mehr da und müssen ruh’n.
Du kannst Dein Glück nur selber tun.

Sie können strafen, nicht beschenken.
Dein Leben mußt Du selber lenken.

Wenn Du die Strafe nicht verstehst,
schon bald zu Deiner nächsten gehst.

Doch manchmal scheint es so zu sein.
Als ob sie helfen, sanft und fein.

Erinn'rung bleibt so wunderbar,
als ihre Zeit am Leben war.

Sind selten böse, meistens lieb.
Die Liebe bleibt der Menschen Trieb.

Im Traum kannst Du Sie vielleicht treffen,
gefährlich scheint's, sie anzusprechen.

Doch irgendwann ist es vorbei.
Jetzt leben andere Ihren Schrei.

Denn Klugheit ist nicht wunderbar,
wenn sie im Leben selten war.

© German 10/06

 

© Norbert German Howainski 2005-2008 | Sponsored and Powered by AAC | aktualisiert am 14.12.2008
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